Wie führe ich mein Team von Zuhause?

Was bedeutet Führung aus dem HomeOffice?

HomeOffice ist keine Erfindung aus den letzten Monaten. In meiner Firma gibt es die Möglichkeit von zu Hause aus zu arbeiten schon seit einigen Jahren. Doch mit der Einschränkung von einem Tag pro Woche. Ich spreche hier klar von Telearbeit, also die temporäre Arbeit außerhalb des eigenen Arbeitsplatzes. Die Akzeptanz in meinem Team war durchwachsen aber vorhanden. Nun muss zusätzlich seit einer ganzen Weile aus dem HomeOffice auch geführt werden, was für mich eine ganz neue Erfahrung war.

Was bedeutet Führung den genau? 

Aus meiner Sicht ist Führung im Unternehmerischen Sinn eine Gruppe von Menschen auf ein gemeinsamen Ziel hin zu arbeiten lassen. Wenn ich also mein Team als Projektleiter oder Führungskraft führe, muss ich ein gemeinsames Ziel (Ziele) definieren und kommunizieren.  

Das reicht nicht alleine aus. Es müssen auch weitere Voraussetzungen geschaffen werden. Welche Strukturen bei mir funktionieren beschreibe ich in den nächsten Absätzen.

Welche Voraussetzungen müssen zum Führen aus dem HomeOffice geschaffen werden? 

Zuallererst muss ich mir die entsprechenden Aufgaben für mein Team genau betrachten. Sind diese Aufgaben oder Projekte überhaupt losgelöst vom Arbeitsplatz bearbeitbar? Hierzu prüfe ich folgende Fragen vorab:

  • Kann der Umfang (Aufwand / Qualität) der Aufgabe klar definiert werden? 
  • Wenn nicht, wie definiere ich das Ergebnis?
  • Wie viel Eigenverantwortung kann ich meinem Mitarbeiter übertragen?
  • Was würde mein Mitarbeiter sagen, wenn er diese Aufgabe delegiert bekommt? 
  • Wird Equipment oder Informationen benötigt und ist es von zu Hause verfügbar? 
  • Wenn nicht, wie kann ich es verfügbar machen?

Wenn ich zu dem Entschluss komme, dass die Aufgabe von zu Hause aus beherrschbar ist, muss ich mich fragen, ob auch das notwendige technische Equipment zur Verfügung steht. Die Technik muss laufen, sonst gibt es nur Frust und Unmut im Team. Gutes Equipment ist auch eine Art der Wertschätzung dem Team gegenüber. Hierzu überprüfe ich folgende Punkte:

  • Laptop/PC : Hat mein Mitarbeiter das entsprechende Equipment?
  • Daten Organisation : Sind die notwendigen Datennetze auch stabil und sicher (z.B. VPN) erreichbar?
  • Arbeitsplatz : Benötigt mein Mitarbeiter zusätzliche Ausstattung (Schreibtischstuhl, 2ten Monitor,…) um ein angenehmes HomeOffice zu ermöglichen? 

Jetzt muss ich mir mein Mindset als Führungskraft Betrachten. Steht es der Führung aus dem HomeOffice im Weg?

Vertrauen

Kann ich jeden meiner Mitarbeiter oder Projektmitglieder einen Vertrauensvorsprung geben, dass im HomeOffice auch wirklich in bestmöglicher Weise gearbeitet wird? Speziell die Erwartungen an die Arbeitszeit muss genau überprüft werden. Ich akzeptiere, dass mein Mitarbeiter sein tägliches Arbeitspensum verteilt über den Tag abliefert. Es kann vorkommen, das ich meinen Mitarbeiter nicht unverzüglich erreiche. 

Umgang mit Zusagen

Geben meine Mitarbeiter klare Zusagen zu Arbeitsaufträge ab und halten sie diese auch ein? Meiner Erfahrung nach halten Mitarbeiter, die im „normal“ Betrieb ihre  Zusagen einhalten auch im HomeOffice ein. Wenn das nicht der Fall ist, habe ich als Führungskraft sowieso ein Thema mit dem Mitarbeiter zu lösen.

Verständnis im Team

Ich muss aber als Führungskraft auch akzeptieren, dass eine gewisse Fehlerquote und Ineffizienz in der Durchführung den Umständen geschuldet sein kann. Gerade bei meinem Mitarbeiter mit Kindern zu Hause. Hier kann ich nicht mit dem gleichen Maßstab messen wie im Büro.

Nun muss ich auch von meinem Mitarbeiter ein gewisses Mindset erwarten. Wenn dieses nicht da ist, muss ich als Führungskraft gemeinsam mit Ihnen daran arbeiten.

Offenheit der Teams

Jeder in meinem Team muss eine gewisse Offenheit für das Experiment HomeOffice haben. Natürlich ist es nicht einfach, das ist es für die wenigsten. Aber ich muss dem HomeOffice auch eine Chance geben und versuchen das Beste daraus zu machen. 

Reifegrad meines Teams

Ist mein Teammitglied in der Lage mit dem Equipment im HomeOffice umzugehen. Video Konferenzen und Chats sind nicht für alle was Angenehmes. Kann ich hier als Führungskraft helfen?

Vorteile klar aufzeigen

Die Vorteile dürfen nicht von der Hand gewiesen werden. So können viele Mitarbeiter mit Ihren Familien Mittagessen oder Frühstücken. Die kurzen Wege ermöglichen mehr Zeit zu Hause. Familiären Verpflichtungen kann viel besser nachgekommen werden. 

Nun wenn wir gedanklich die einzlenen Teammitglieder auf ihre Einstellung zum HomeOffice geprüft habe, muss ich das Team als Ganzen betrachten. 

Wie siehts mit dem Teamspirit aus?

Hat mein Team einen gewissen Teamspirit und pflegen regen Austausch? Sehen sie sich als Gemeinschaft oder sind es eher Einzelkämpfer? Wenn das der Fall ist,  habe ich als Führungskraft die Aufgabe gemeinsame Erlebnisse zu schaffen. Dies fördert ein Gemeinschaftsgefühl . Aus meiner Erfahrung bieten sich hier folgende Punkt an:

  • Projekterfolge gemeinsam feiern (auch online)
  • Escape Rooms (Online)
  • Kaffee / Mittagspausen (Online) 
  • Film / Serienabend (Online) 

Natürlich werden nicht alle im Team hier mit machen, es geht tatsächlich erst einmal um die „kritische Masse“. Mit dem Rest muss ich als Führungskraft arbeiten und ggf. Hindernisse abbauen.

Wie sieht es mit Vertrauen der Teammitglieder untereinander aus? Wenn dieses Vorhanden ist, werden die einzelnen sich untereinander auch vernetzen und bei Hindernissen online Kommunizieren. Wenn es nicht da ist, muss ich als Führungskraft dieses mit dem Team gemeinsam aufbauen. Dies kann ich als Führungskraft durch gemeinsame Erlebnisse und Transparenz aufbauen. Ebenso ist eine gute Fehlerkultur im Team sehr hilfreich, vertrauen untereinander aufzubauen.

Kommen wir nun zum Kern – der Führung aus dem HomeOffice

Nach meiner Erfahrung muss ich als Führungskraft mich auf 4 Säulen Konzernzentrieren. Wenn diese 4 Säulen im grünen Bereich sind, funktioniert das Team auch im HomeOffice. Diese 4 Säulen sind einmal das Mindset, der Arbeitsplatz, die Struktur und der persönliche Kontakt. 

Mindset und Arbeitsplatz haben ich in der Einleitung schon angesprochen. Hier muss ich klar dafür sorgen, dass der Arbeitsplatz „funktioniert“. Das Mindset von mir und jedem einzelnen im Team muss für das HomeOffice passen. Wie sieht es mit Struktur und persönlichen Kontakt aus? Ein paar gute Gedanken zum führen allgemein findest du in den Artikel zum Thema Teamentwicklung.

Die Struktur muss stimmen

Eines der wichtigsten Dinge im HomeOffice ist meines Empfindens nach die Struktur. Gerade jetzt fehlt die regelmäßige Frühstückspause oder gemeinsames Mittagessen mit den Kollegen. Daher ist es wichtig hier als Führungskraft ausgleich zu schaffen.

Definiere Struktur

Meiner Erfahrung nach dem Jahr führen aus dem HomeOffice haben gezeigt, dass in meinem Team diese Eckpfeiler essentiell sind.

  • Tägliche StandUps : Aus der agilen Welt übernommen helfen die täglichen kurzen StandUps Kommunikation untereinander zu fördern. Jeder, auch ich als Führungskraft, hat 2-3min Zeit zu erzählen, was er „geschafft“ hat, woran er gerade arbeitet und ob er Hilfe von jemanden benötigt. Auch Raum für belangloses oder SmallTalk muss in dieser Art des StandUps sein. Ein weiterer Vorteil ist Transparenz im Team. Jeder erfährt was sein Kollege gerade macht und kann ggf. von Erfahrungen lernen. 
  • Team Meetings : Zusätzlich habe ich zusätzlich ein wöchentliches Team Meeting, in dem Neuigkeiten oder Ergebnisse dem Team präsentiert werden. Auch hier ist genug Raum für belangloses oder SmallTalk. 
  • Team Chat : Eine Chatgruppe mit dem Team, mit der man sich schnell mal austauschen kann. Gerade bei Schwierigkeiten hilft enorm. Den Chat nutze ich auch formlos und auch mal für was Lustiges. Das ermutigt ruhigere Mitglieder meines Teams den Chat zu nutzen.
  • Erwartungen und Erreichbarkeit :  Als Führungskraft muss ich meinem Team ganz klar kommunizieren welche Erreichbarkeit ich von jedem einzelnen Erwarte. Wie schnell erwarte ich eine Reaktion auf eine E-Mail oder einen Chat. Ebenso muss ich meine Erwartungen bezüglich der Arbeitszeit kommunizieren. Erwarte ich eine 8:00 – 17:00 durchgängige Erreichbarkeit oder erlaube ich Löcher dazwischen. Wir haben einen Team-Kalender für jeden einsehbar, der für größere Pausen oder verkürzte Verfügbarkeit des Einzelnen genutzt wird. Damit weiß jeder ob der Kollege „da“ ist oder gerade nicht.

Wenn die Struktur steht, geht’s zum persönlichen Kontakt den ich als Führungskraft unbedingt pflegen muss.  

Der persönliche Kontakt

Auch jenseits von Homeoffice ist der persönliche Kontakt zu jedem einzelnen im Team meiner Meinung nach sehr wichtig. Ich muss als Führungskraft verstehen, wer mein Mitarbeiter ist. Hierzu habe ich mindestens einmal pro Woche ein 1:1 Gespräch mit jedem einzelnen. Diese Gespräche dienen mir als Status, Feedback und auch Coaching Möglichkeit.  Aber auch für privates ist genug Raum. Besonders die aktuelle Situation im Homeoffice sollte thematisiert werden. So verstehe ich auch seine individuelle Situation zu Hause und kann ihn verstehen oder auch helfen. Ich erkenne als Führungskraft ebenso wie es meinem Mitarbeiter geht. Sieht er abgekämpft aus, oder geht es ihm gut. Wichtig ist nur, dass meine Aufmerksamkeit in dieser Zeit dem einzelnen Mitarbeiter gewidmet ist. Es versteht sich für mich als selbstverständlich, dass ich im Homeoffice nicht nebenher E-Mails bearbeite. Diese 1:1 Gespräche haben viel mehr potential und ich werde darauf in einem separaten Artikel eingehen.  

Zu guter Letzte ein leidiges Thema mit der Kamera. Die Erwartung gegenüber meines Teams ist es, dass sie die Kamera nicht aktiviert haben müssen, doch hier scheiden sich die Geister. 

Conclusio

Meiner Erfahrung aus nun mehr 12 Monaten führen aus dem Homeoffice zeigt, dass es funktionieren kann. Ich kann sogar neue Mitarbeiter ins Team bringen. Ich sehe es aber auch als wichtig, dass eine gewisse Struktur und Vertrauen im Team vor Beginn des Homeoffice schon vorhanden ist. Das vereinfacht meine Arbeit als Führungskraft ungemein. Mein Fazit ist , dass es gut funktioniert, wenn auch etwas anders als vor Ort.

Teamentwicklung

Du bist in der Initiierung eines neuen Projektes? Sei es privat oder beruflich, selten kannst du dein Projekt alleine umsetzten. Du brauchst ein Team, das mit dir gemeinsam das Projektziel erreicht. Bei komplexen Projekten wirst du ohne ein schlagkräftiges Team nicht vorankommen.

Ich möchte dir in diesem Artikel ein paar Punkte näher bringen, wie du dein Team richtig aufbaust und zu einer effektiven Truppe formst.

Wozu werden Teams am besten aufgebaut?

Die Zusammenarbeit von verschiedenen Menschen in weltweit verteilten Teams ist heute in der Industrie gang und gebe. Auch für private Projekte sind oft freie Mitarbeiter in ein Projekt mit eingebunden. Diesen Fall hast du z.B., wenn du deine Homepage von einem Designer aus dem Ausland aufbauen lassen willst. Hier sehen wir schon einen wichtigen Grund nämlich Experten. Ohne diese wirst du viele Projekte nicht umsetzen können. Auch in der Software Entwicklung hast du im agilen Umfeld immer ein Team, welches an deinem Projekt arbeitet. Ebenso ist es ein Motivationsfaktor, in einem schlagkräftigen Team zu arbeiten (siehe dazu – Motivation im Team).

Teams heute?

In der heutigen sehr agilen und sich schnell verändernden Welt werden ganz neue Anforderungen an Teams gestellt. Dein Team wird eventuell absolut divers sein. Es treffen also die verschiedensten Kulturen und Wertesysteme aufeinander. Ebenso hast du Teams, die zur Hälfte örtlich getrennt sind, sprich nur Virtuell „vor-Ort“ sind. Dazu kommen Zeit und auch sprachliche Herausforderungen. Kurz um das Umfeld ist höchst agil und schnell verändernd. Das neu zusammengestellte Team hat nicht wirklich Zeit und Raum, sich von selbst zu entwickeln. Daher ist es als Projektleiter oder Führungskraft wichtig, hier die richtigen Impulse zu setzen. Somit kannst du den absolut notwendigen Prozess ein wenig beschleunigen. Wie das geschehen kann sehen wir uns jetzt an.

Möglichkeiten der Teamentwicklung

Beleuchten wir zuerst die bekannten Phasen der Teamentwicklung nach Tuckman (Tuckman Phasenmodell). Dieses beschreibt 5 Phasen der Teamentwicklung, die jedes Team durchmacht. Wenn ein neues Mitglied hinzukommt, oder das Team verlässt, werden diese Phasen wiederholt. Dies kann in diesem Fall sehr schnell von statten gehen.

  1. Forming : In der Orientierungsphase lernen sich die Mitglieder kennen. Vieles ist unklar, nicht definiert. Hier ist ein starker Fokus auf den Leiter der Gruppe. Deshalb muss hier aktiv Orientierung und Sicherheit geben. Das erreichst du durch klare Anweisungen und viel Feedback vom Team.
  2. Storming : In dieser Phase passieren die ersten Kämpfe in der Gruppe. Alleine durch verschiedne Wertesysteme der Teilnehmer und die individuellen Ziele. Die Gruppen-Ziele werden immer klarer und erzeugen bei manchen einen Zielkonflikt. Wichtige Fragen sind hier: „Wie erreichen wir gemeinsam das Ziel?“ Deshalb solltest du als Leiter hier verstärkt Aufgaben übertragen und Rollen definieren.
  3. Norming : In dieser Phase solltest du als Leiter eine klare Struktur mit dem Team erarbeiten und Absprachen treffen. Zentrale Themen sind hier gemeinsame Werte und das gemeinsame Gruppen Ziel. Achte darauf, dass alle Rollen klar definiert und verstanden sind. Auch das Comitment jedes Teammitglied ist in dieser Phase ein Ziel. Am Ende dieser Phase werden die ersten Team Erfolge sichtbar und motivieren wiederum das Team.
  4. Performing : Wenn du durch die vorherigen Phasen erfolgreich mit dem Team durch gekommen bist, hast du jetzt die Phase in der das Team selbstständig effektiv am Projekt arbeitet. Das Team wird kreativer und optimiert ggf. Prozesse oder Strukturen. Als Leiter kannst du jetzt weitere Aufgaben und Leitungsfunktionen an das Team übertragen.
  5. Adjourning : Diese Sonderphase tritt ein, wenn ein Mitglied das Team verlässt, oder wenn das Projekt abgeschlossen. In dem Fall wird das Team verändert oder aufgelöst. Du musst diese Phase bewusst mit dem Team durchlaufen. Es empfiehlt sich hier Erfolge gemeinsam zu feiern, Dankbarkeit dem Team gegenüber und untereinander zu teilen und eine Retroperspektive zu haben. Also was lief gut und woran können wir gemeinsam wachsen?

Wenn du diese Phasen mit deinem Team durchläufst sehe dich, zu Beginn als Anführer, doch dann bring dich immer weiter in den Hintergrund und überlasse deinem Team die Bühne.

Die Eckpfeiler eines Gesunden Teams

Wenn du dein Team entwickelst, achte auf die 5 Eckpfeiler eines Erfolgreichen Teams:

1. Du solltest möglichst unmissverständlich jedem Team Mitglied die Vision und das Ziel des Projektes klar machen. Daher musst du alle verstehen lassen, welchen Zweck der Zusammenschluss des Teams hat. Deshalb ist es enorm wichtig, wirklich alle Mitglieder abzuholen und ihr Einverständnis zu haben.

2. Die einzelnen Rollen und Verantwortungen müssen klar nieder geschrieben werden. Dafür eignet sich die Projekt Charter am besten. Achte wieder darauf, dass jedes Teammitglied hier zustimmt.

3. Definiere zusammen mit dem Team die Kommunikation im Team. Wie formelle bzw. informell muss die Kommunikation erfolgen? Sind viele Mitglieder nur virtuell anwenden, eignen sich Wikis oder Tools wie Slack und Co.. Schreibt den Kommunikationsplan in die Projekt Charter, um sie für alle verfügbar zu halten.

4. Was sind die übereinstimmenden Werte und Ziele des Teams. Ähnlich wie die Vision des Teams sind hier aber eine Übereinstimmung von den individuellen Werten und Zielen wichtig. Du solltest mit deinem Team im Rahmen von einem Workshop, gemeinsame Ziele und Werte sammeln und diese ebenfalls in die Projekt Charter schreiben.

Erfolgsmerkmale eines Teams

Du kannst anhand der Erfolgsmerkmalen nach Lencioni auch leicht erkennen, wo es in deinem Team gerade klemmt. Genau daher hat Lencioni eine Teampyramide entwickelt, die es dir erlaubt die einzelnen Ebenen genauer zu beleuchten. Somit hast du eine gute Möglichkeit, potentielle Entwicklungsfelder für dein Team aufzugeigen. Das hilft dir bei der Teamentwicklung du findest hier unzählige Artikel unter den Begriff („5 Dysfunctions of a Team“). Die fünf Ebenen der Pyramide sind von der Basis (unten) zur Spitze:

  • Gegenseitiges Vertrauen
  • Konfliktkultur
  • Verbindlichkeit
  • Verantwortung fürs Ganze
  • Der Fokus auf Resultate

Conclusio

Du solltest bei dem Thema Teamentwicklung so offen wie möglich mit deinem Team umgehen. Allein schon, weil Vertrauen und Offenheit die Basis eines guten Teams ist. Wenn die Werte und Ziele er einzelnen auch mit dem des Teams in vielen Bereichen übereinstimmen, kann aus deinem Team ein effektives und produktives Team werden. Gemeinsam werdet ihr dann das Projekt zum Erfolg führen.

Wenn du ein spezielles Anliegen oder einen Sparringspartner im Projekt suchst, kannst du dich Genre direkt an mich wenden.

In diesem Sinne wünsche Ich euch spannende Projekte.

Wie motiviere ich mein Team?

Wie würde es sich anfühlen, wenn alle Kollegen, motiviert an einem Strang ziehen. Bei Problemen sich gegenseitig automatisch respektvoll helfen. Das Team hat das große Ganze im Blick und Silo-Denken gehört der Vergangenheit an?

Stell dir vor, dein Team ist motiviert, die die Fußballmannschaft vor dem Finale der Champions League. Dein Team arbeitet hoch motiviert und begreift das Ziel als Ganzes? Wäre es nicht toll, wenn du das Team in anstrengend und Kraftraubenden Phasen hinter „ihrem“ Projekt stehen hast. Sie gemeinsam an dem Ziel arbeiten – getreu dem Motto „Houston – wir haben ein Problem? Wenn das Team hoch motiviert immer das Beste aus sich selbst herausholen möchte? Wenn das Team sich so selbst immer weiter in Schwung bringt?

Du kennst es bestimmt, wenn neue Kollegen „unfreiwillig“ in Projekte geworfen werden und mit wenig Freude und Energie an die Aufgaben herangehen. Zum großen Übel müssen sie jetzt noch im „Team“ arbeiten. Du hast als Führungskraft oder Projektleiter die Aufgabe aus den Mitarbeitern ein Gemeinschaft zu formen. Das Ergebnis muss ich dir nicht nennen, wir kennen es aus dem Alltag. Die Auswirkungen kennst du auch, denn Aufgaben dauern sehr lange und kleine Probleme spitzen in einer Eskalationsspirale zu. Du nimmst kaum gegenseitige Hilfe und Anspornen wahr. Jeder versucht den „Tag“ vorüber zu bekommen. Natürlich muss es nicht immer gleich so im Extremen sein und ich male hier überspitzt. Was denkst Du woran es liegt? Richtig – an der Motivation des Teams.

Was ist Motivation?

Wenn man sich mit Mitarbeiter Führung auseinander setzt, stolpert man sicherlich früher oder später über Motivation und die Begriffe der Intrinsischen und Extrinsischen Motivation. Nach der Zwei Faktoren Theorie von Herzberg, sind Intrinsisch und Extrinsisch wie folget mit den Faktoren definiert:

  • Intrinsisch : Diese Motivation ist direkt mit der Arbeit verbunden.
    Sie löst Zufriedenheit aus wenn erfüllt. (Faktoren: Erfolg, Anerkennung, Arbeitsinhalt, Verantwortung, Entwicklung)
  • Extrinsisch : Sie wird auch Hygiene Faktoren genannt, da sie nur mittelbar mit der Arbeit verbunden sind. Sie lösen Unzufriedenheit aus. (Faktoren: Unternehmenspolitik, Verhältnis zu Vorgesetzten, Arbeitsbedingungen, Bezahlung, Kollegen)

Womit motiviere ich?

Mit dieser Perspektive kannst du einfacher auf die einzelnen Puzzlestücke blicken, die die Motivation fördern können. Du solltest es als Anregung sehen und hier Punkte übernehmen oder anpassen, die du als sinnvoll erachtest. Damit kannst du dir die Frage, wie du dein Team motivierst sicher ein gutes Stück beantworten.

Anerkennung

Anerkennung geben – Du musst dir angewöhnen Team-Spieler öffentlich zu loben. Die vollbrachte Leistung musst du ebenso auch zur Kenntnis nehmen. Getreu dem Motto „Lass gutes Tun und spricht darüber.“ Auch der umgekehrte Fall ist wichtig, Sanktionen bei keiner Leistung.

Gemeinschaft

Gemeinschaftliche Aktivitäten fördern – Achte darauf das du sportliche oder unterhaltende Aktivitäten wie z.B. Bowling, Kino, Essen, Wandern, Escape Room förderst. Du kannst es initiieren und hoffen, dass es langsam ein Selbstläufer wird. Aber Vorsicht – es darf sich nicht wie Pflicht oder Arbeit anfühlen.

Fortbildungen

Fortbildungen – Wenn sich einige Team-Spieler weiter entwickeln wollen und es nicht genau in den Trainingsplan passt sollte hier nachgegeben werden. Du musst aufpassen, dass du keine Weiterbildungszwang und auf keinen Fall Weiterbildungen mit der Gießkanne verteilst. Wenn dein Mitarbeiter eine nicht 100% passende Weiterbildung machen möchte versuche dennoch eine Genehmigung zu erwirken.

Essen gehen

Essen gehen – Hier muss du darauf achten, dass ein Gemeinschaft Gefühl gefördert wird. Alle warten bis gemeinsam zum Essen gegangen werden kann. Aber auch Zelebrieren von Teilerfolgen, Zwischenzielen steigert die Motivation. Achte darauf, dass Du es nicht wie Arbeit anfühlen lässt! Es müssen keine Arbeitsthemen beim Essen oder Feiern besprochen werden.

Verantwortung

Verantwortung abgeben – Du musst darauf achten, spannende Aufgaben die eigenes Denken fördern und fordern abzugeben. Gebe deinen Mitarbeitern Spielraum zur Erfüllung der Aufgabe, gleichzeitig forderte auch Ergebnisse ein.

Titelbezeichnungen

Titel / Positionen –  Du hast bestimmt schon gemerkt, dass viele Firmen hier auftrumpfen. Es werden immer wohlklingendere Titel geschaffen. Je nach Team-Spieler schöpft das Team hier Motivation, wenn ein Manager-, Senior- oder Lead- vor dem Titel stehen kann.

Sicherheit

Sicherheit als Vorgesetzter ausstrahlen – Du solltest als Leiter oder Führungskraft ein gutes und motivierendes Klima erzeugen, dafür sind klare und verlässliche Anweisungen und Ziele notwendig. Der Vorgesetzter ist hier in der Pflicht und muss ein Klima der Verlässlichkeit ausstrahlen. Lass dein Team genau wissen, was gefordert wird und was nicht.

Wünsche

Für Wünsch des Teams offen sein –  Hab ein offenes Ohr für dein Team. Kleine Wünsche sollten schnell und unkompliziert erfüllt werden. Wie z.B. PC Ausstattung, Raum, Pflanzen, ….

Ziele

Transparente Ziele – Ziele müssen klar definiert sein und auch hinterfragt werden dürfen. Was ist die Vision, das große Ganze? Das muss für jedem aus dem Team klar sein. Du musst sicher stellen, dass jeder im Team das Warum hinter dem Ziel versteht. 

Routinen

Routinen – Fördere gemeinsame Routinen, wie ein gemeinsames Frühstück am Freitag, oder ein Feierabend „Bier“ und dabei die Woche ausklingen lassen und reflektieren. Das kann ruhig in der Arbeitszeit geschehen. 

Konflikte

Konflikte im Team – Es ist völlig normal, dass es zu Konflikten kommt, wennn Menschen zusammen arbeiten. Es ist auch ein guter Indikator für Stress und ein gutes Ventil. Achte auch Anzeichen und spreche Konflikte offen an. Kommuniziere das auch dem Team. Kläre erst im privaten, dann im Team. Aber ignoriere Konflikte nicht.

Conclusion

Es ist ein Meisterstück ein Team motiviert zu halten und viele Faktoren sind notwendig um dies zu erreichen. Wenn du es geschafft hast, kannst du hoffen, dass es ein Selbstläufer wird. Achte darauf dass Faktoren wie ein neues Teammitglied, veränderte Rahmenbedingungen sich auf die Motivation auswirken. Je nach dem musst du dann wieder verstärkt eingreifen. Dennoch lohnt es sich auf jeden Fall die Motivation des Teams ständig zu entwickeln und zu fördern. Ich hoffe ein paar der Punkte helfen dir dabei, um dein Team in einer motivierten Atmosphäre arbeiten zu lassen.

In diesem Sinne wünsche ich dir Projekte, die du mit Leidenschaft zum Erfolg führen kannst.