Ideenverwirklicher – „Mindset“

Dieser Artikel bildet eine Sammlung an Beiträgen von ideenverwirklicher.net, die das Thema Mindset und Überzeugungen für einen Ideenverwirklicher behandeln.

Das Mindset soll es Dir als Ingenieur, im Projektalltag oder in der Projektverantwortung helfen, deine kostbare Zeit so effizient wie möglich zu nutzen. So ist deine persönliche Work Life Balance zu realisieren und du bist entspannt & erfolgreich. So bleibt dir Zeit, für die wirklich wichtigen Dinge im Leben.

Meine Freunde & Kollegen erzählen mir immer wieder, dass sie nur im „Feuerwehrmodus“ sind und nicht planen. Sie löschen nur den jeweiligen Feuerherd und gehen nicht geplant an die Sache. Wenn du diese Situation kennst, überdenke dein Mindset als Projektmanager. Sind alle Aufgaben / Fragen wirklich plötzlich aufgetaucht, oder waren sie schon lange auf dem Radar? Warum fragen viele Kollegen, liegt es an der Kommunikation oder Informationsverbreitung.

Überzeugungen sind deine Basics als Projektmanager oder Führungskraft

Als Projektmanager und Ingenieur wirst du höchst wahrscheinlich in die Situation kommen, Stress in dir aufkommen lassen. Meist kannst Du nichts dazu, denkst Du. Lese hier Tipps und Routinen, die Dir helfen ein gelungen Stressmanagement zu führen –  Stressmanagement mit NLP Werkzeugen.

Routinen die dich als Führungskraft oder Projektmanager effizienter machen

Eine wichtige Erfahrung, die ich gemacht habe, ist die Anwendung von Routinen und Programmen, die es mir erlauben effizienter zu arbeiten. Das hilft nicht nur im beruflichen Kontext, sondern auch im privaten.

Mein Tag startet mit einer festen Routine, die mir hilft, optimal in den neuen Tag zu starten. Wenn du meine Routine zum Start in den Tag kennenlernen möchtest, lese den Artikel hier – Routinen im Projektalltag.

Aber nicht nur die Routinen können helfen. Ein weiteres wirksames Werkzeug ist dein Fokus. Sei fokussiert wie ein Laserstrahl und bearbeite Aufgaben dadurch sehr effizient und schnell. Lerne wir du deine Aufmerksamkeit fokussieren kannst in diesem Artikel – Wie lernt man fokussiert zu arbeiten?

Wenn du das Gefühl hast, dich vor Aufgaben (ToDo’s) nicht mehr retten zu können, solltest du an deiner Priorisierung arbeiten. Lese hierzu den folgenden spannenden Artikel zum Thema – Mit Priorisierung Ziele erreichen.

Werkzeuge für dein Mindest als Projektmanager oder Führungskraft

Wenn dir das Neurolinguistische Programmieren (NLP) geläufig ist, findest du hier 3 Routinen, die ich als äußerst Wertvoll im täglichen Projekt erachte. Wenn deine Energie sinkt und du dich am Energetischen Tiefpunkt fühlst, versuche (vorab) das Format Circle of Excelence. In dem Artikel Circle of Excellence – der Engeriedrink im Büro, beschreibe ich, wie ich das Format im Büro nutze.

In der Kommunikation mit diversen Stakeholdern können kleine Worte viel bewirken. Daher habe ich mir Magic Words für Projektleiter genauer angeschaut. Lese hierzu Magic Words für Projektleiter.

Als Projektmanager bist du stehts ein Vorbild für dein Team. Achte auf deinen persönlichen State und kontrolliere ihn, wenn er nicht zielführend ist. Lese in dem Artikel Wie ich mich und mein Umfeld beeinflusse – State Management mehr dazu.

Ich hoffe diese Sammlung hilft dir, auch ein Ideenverwirklicher zu werden und deine Projekte mit Leidenschaft zum Erfolg bringst.

Wie motiviere ich mein Team?

Stell dir vor, dein Team ist motiviert, die die Fußballmannschaft vor dem Finale der Champions League. Dein Team arbeitet hoch motiviert und begreift das Ziel als Ganzes? Wäre es nicht toll, wenn du das Team in anstrengend und Kraftraubenden Phasen hinter „ihrem“ Projekt stehen hast. Sie gemeinsam an dem Ziel arbeiten – getreu dem Motto „Houston – wir haben ein Problem? Wenn das Team hoch motiviert immer das Beste aus sich selbst herausholen möchte? Wenn das Team sich so selbst immer weiter in Schwung bringt?

Du kennst es bestimmt, wenn neue Kollegen „unfreiwillig“ in Projekte geworfen werden und mit wenig Freude und Energie an die Aufgaben herangehen. Zum großen Übel müssen sie jetzt noch im „Team“ arbeiten. Du hast als Führungskraft oder Projektleiter die Aufgabe aus den Mitarbeitern ein Gemeinschaft zu formen. Das Ergebnis muss ich dir nicht nennen, wir kennen es aus dem Alltag. Die Auswirkungen kennst du auch, denn Aufgaben dauern sehr lange und kleine Probleme spitzen in einer Eskalationsspirale zu. Du nimmst kaum gegenseitige Hilfe und Anspornen wahr. Jeder versucht den „Tag“ vorüber zu bekommen. Natürlich muss es nicht immer gleich so im Extremen sein und ich male hier überspitzt. Was denkst Du woran es liegt? Richtig – an der Motivation des Teams.

Was ist Motivation?

Wenn man sich mit Mitarbeiter Führung auseinander setzt, stolpert man sicherlich früher oder später über Motivation und die Begriffe der Intrinsischen und Extrinsischen Motivation. Nach der Zwei Faktoren Theorie von Herzberg, sind Intrinsisch und Extrinsisch wie folget mit den Faktoren definiert:

  • Intrinsisch : Diese Motivation ist direkt mit der Arbeit verbunden.
    Sie löst Zufriedenheit aus wenn erfüllt. (Faktoren: Erfolg, Anerkennung, Arbeitsinhalt, Verantwortung, Entwicklung)
  • Extrinsisch : Sie wird auch Hygiene Faktoren genannt, da sie nur mittelbar mit der Arbeit verbunden sind. Sie lösen Unzufriedenheit aus. (Faktoren: Unternehmenspolitik, Verhältnis zu Vorgesetzten, Arbeitsbedingungen, Bezahlung, Kollegen)

Womit motiviere ich?

Mit dieser Perspektive kannst du einfacher auf die einzelnen Puzzlestücke blicken, die die Motivation fördern können. Du solltest es als Anregung sehen und hier Punkte übernehmen oder anpassen, die du als sinnvoll erachtest. Damit kannst du dir die Frage, wie du dein Team motivierst sicher ein gutes Stück beantworten.

Anerkennung

Anerkennung geben – Du musst dir angewöhnen Team-Spieler öffentlich zu loben. Die vollbrachte Leistung musst du ebenso auch zur Kenntnis nehmen. Getreu dem Motto „Lass gutes Tun und spricht darüber.“ Auch der umgekehrte Fall ist wichtig, Sanktionen bei keiner Leistung.

Gemeinschaft

Gemeinschaftliche Aktivitäten fördern – Achte darauf das du sportliche oder unterhaltende Aktivitäten wie z.B. Bowling, Kino, Essen, Wandern, Escape Room förderst. Du kannst es initiieren und hoffen, dass es langsam ein Selbstläufer wird. Aber Vorsicht – es darf sich nicht wie Pflicht oder Arbeit anfühlen.

Fortbildungen

Fortbildungen – Wenn sich einige Team-Spieler weiter entwickeln wollen und es nicht genau in den Trainingsplan passt sollte hier nachgegeben werden. Du musst aufpassen, dass du keine Weiterbildungszwang und auf keinen Fall Weiterbildungen mit der Gießkanne verteilst. Wenn dein Mitarbeiter eine nicht 100% passende Weiterbildung machen möchte versuche dennoch eine Genehmigung zu erwirken.

Essen gehen

Essen gehen – Hier muss du darauf achten, dass ein Gemeinschaft Gefühl gefördert wird. Alle warten bis gemeinsam zum Essen gegangen werden kann. Aber auch Zelebrieren von Teilerfolgen, Zwischenzielen steigert die Motivation. Achte darauf, dass Du es nicht wie Arbeit anfühlen lässt! Es müssen keine Arbeitsthemen beim Essen oder Feiern besprochen werden.

Verantwortung

Verantwortung abgeben – Du musst darauf achten, spannende Aufgaben die eigenes Denken fördern und fordern abzugeben. Gebe deinen Mitarbeitern Spielraum zur Erfüllung der Aufgabe, gleichzeitig forderte auch Ergebnisse ein.

Titelbezeichnungen

Titel / Positionen –  Du hast bestimmt schon gemerkt, dass viele Firmen hier auftrumpfen. Es werden immer wohlklingendere Titel geschaffen. Je nach Team-Spieler schöpft das Team hier Motivation, wenn ein Manager-, Senior- oder Lead- vor dem Titel stehen kann.

Sicherheit

Sicherheit als Vorgesetzter ausstrahlen – Du solltest als Leiter oder Führungskraft ein gutes und motivierendes Klima erzeugen, dafür sind klare und verlässliche Anweisungen und Ziele notwendig. Der Vorgesetzter ist hier in der Pflicht und muss ein Klima der Verlässlichkeit ausstrahlen. Lass dein Team genau wissen, was gefordert wird und was nicht.

Wünsche

Für Wünsch des Teams offen sein –  Hab ein offenes Ohr für dein Team. Kleine Wünsche sollten schnell und unkompliziert erfüllt werden. Wie z.B. PC Ausstattung, Raum, Pflanzen, ….

Ziele

Transparente Ziele – Ziele müssen klar definiert sein und auch hinterfragt werden dürfen. Was ist die Vision, das große Ganze? Das muss für jedem aus dem Team klar sein. Du musst sicher stellen, dass jeder im Team das Warum hinter dem Ziel versteht. 

Routinen

Routinen – Fördere gemeinsame Routinen, wie ein gemeinsames Frühstück am Freitag, oder ein Feierabend „Bier“ und dabei die Woche ausklingen lassen und reflektieren. Das kann ruhig in der Arbeitszeit geschehen. 

Konflikte

Konflikte im Team – Es ist völlig normal, dass es zu Konflikten kommt, wennn Menschen zusammen arbeiten. Es ist auch ein guter Indikator für Stress und ein gutes Ventil. Achte auch Anzeichen und spreche Konflikte offen an. Kommuniziere das auch dem Team. Kläre erst im privaten, dann im Team. Aber ignoriere Konflikte nicht.

Conclusion

Es ist ein Meisterstück ein Team motiviert zu halten und viele Faktoren sind notwendig um dies zu erreichen. Wenn du es geschafft hast, kannst du hoffen, dass es ein Selbstläufer wird. Achte darauf dass Faktoren wie ein neues Teammitglied, veränderte Rahmenbedingungen sich auf die Motivation auswirken. Je nach dem musst du dann wieder verstärkt eingreifen. Dennoch lohnt es sich auf jeden Fall die Motivation des Teams ständig zu entwickeln und zu fördern. Ich hoffe ein paar der Punkte helfen dir dabei, um dein Team in einer motivierten Atmosphäre arbeiten zu lassen.

In diesem Sinne wünsche ich dir Projekte, die du mit Leidenschaft zum Erfolg führen kannst.

Anti Stress Management

Wer im Projektmanagement kennt diese Situation nicht? Das E-Mail-Postfach quillt über und neue E-Mails kommen im Minutentakt hinzu. Der Firmeninterne Messaging Dienst zeigt an, dass mehrere Kollegen Fragen stellen oder um Antwort bitten. Da das noch genug ist, klingelt das Telefon mit der Nummer des Kunden. Während man notgedrungen den Kunden am Telefon bedient, es kann ja wirklich wichtig sein, nimmt man schon einen Kollegen im Augenwinkel wahr, der gerade angelaufen kommt.

Dein Alltag als Projektleiter?

Solche oder ähnliche Situationen erzeugt für die meisten von uns Stress. Dieser Stress entlädt sich im ungünstigsten Fall meinst wie ein Unwetter, mit einer übertriebenen Reaktion dem Team gegenüber.

Natürlich ist Stress selbst gemacht und nur die eigene Wahrnehmung und Reaktion auf Umwelteinflüsse. Das klingt absolut logisch, doch ist in der oben genannten Situation nicht präsent.

Was wäre wenn?

Was wäre der gewünschte Zustand, so dass der gefühlte Stress nicht aufkommt? Als Projektleiter möchte ich gerne fokussiert an wichtigen und dringenden Themen (siehe Eisenhower Matrix) arbeiten. Gerne auch im Flow. Störungen möchte ich als Projektleiter kontrollieren und kanalisieren. Ich möchte das Gefühl der Kontrolle nicht verlieren. Wäre es nicht viel professioneller, wenn man selbst dadurch nicht ein erhöhtes Stresslevel erreicht? Und die Dinge, die unvorhersehbar sind, haben in der Tagesplanung genug Raum, um nicht zu Stress zu führen.

Du als Projektleiter!

Wie kann Ich, als Projektleiter in den gewünschten Zustand kommen? Die schlechte Nachricht zuerst. Den ersten Impuls des Stresses kann nicht kontrolliert werden, aber die entsprechende Route, die auf den Impuls antwortet. Es gibt eine Reihe von Werkzeugen, um mit den alltäglichen Störungen umgehen zu können. Hier kann man sich Zeiten im Kalender blockieren, die zum fokussierten arbeiten dienen. Oft bieten sich hier die frühen Morgen oder die Abendstunden an. Hier sollten die Mail Programme geschlossen sein, der Internet Messenger auf stumm geschalten, das Telefon und Handy ebenfalls aus geschalten sein. Es empfiehlt sich die Türe auch geschlossen zu halten. Für manchen hartnäckigen Kollegen hilft ein zusätzliches „nicht stören“ Schild. Das hilft übrigens auch im Großraumbüro, wenn es am Schreibtisch steht. Ebenso sollten die Kollegen vorab Bescheid wissen, dass jeden Tag um diese Uhrzeit die eigene Fokuszeit ist. Auch Kopfhörer mit Musik oder aktivierenden Hintergrundgeräusche hilft hier (z.B. www.noisly.com).

Systematische Delegation

Folgende Werkzeuge helfen, dass nicht zu viel auf den eigenen Schreibtisch ladet. Frühe Delegation von Aufgaben mit deren Kategorisierung nach der Eisenhower Matrix zum Beispiel. Wobei man hier zu delegierende Aufgaben gleich selektiert. Ein automatisierter Workflow ist ungemein wichtig, um nicht immer Standard Mails (z.B. für die Delegation von Aufgaben; Statusabfrage) schreiben zu müssen. Oder immer wieder die gleichen Worte/Mails zur delegierten Aufgaben zu schreiben. Hier bietet z.B. Google das Plug in der Gespeicherten Antworten.

Deine Zeit als Projektleiter ist kostbar!

Generell muss man sich als Projektleiter regelmäßig klar werden, womit man die Zeit verbringt. Ich empfehle hier regelmäßig ein Zeitprotokoll zu führen. Dies gibt einen guten Einblick, wo Handlungsbedarf ist. Eine gute Quelle vieler Werkzeuge zum Selbstmanagement ist https://selbstmanagement.rocks. Wichtig ist auch zu sehen, ob das Team sich ihrer Rolle und Verantwortungen klar ist und diese auch lebt. Gibt es Verantwortlichkeiten und sind diese klar kommuniziert? Ansonsten dient der Projektleiter immer als „Default“ Bearbeiter.

Mein Mindset als Projektleiter

Die oben beschriebenen Werkzeuge helfen ungemein, jedoch der meiner Meinung größter Hebel ist das persönliche Mindset. Als Projektleiter sind 80% meiner Zeit Kommunikation. Das inkludiert Meetings, Mails, Telefon, Kollegen, Kaffeeecken-Gespräche und Messager Dienste. Das muss ich akzeptieren und ist auch in Ordnung. Nicht alles ist im Moment dringend und es ist nur meine persönliche Wahrnehmung, die mich dies interpretieren lässt. Auch ein für einen Kunden ist nicht alles immer dringend. E-Mails können auch im Laufe des Tages beantwortet werden. Dem Kollegen vom eingehenden Beispiel kann man auf einen späteren Zeitpunkt verweisen. Wenn hier das Mindset überdacht wird, geht man schon den richtigen Weg.

Meine Verhaltensmuster

Viel wichtiger ist mein Muster, welches meine Stress-Reaktion beschreibt. Wie ist meine Unterscheidung von dringend und wichtig oder von unwichtig und nicht dringend? Was genau stresst mich? Was passiert kurz vor dem Stress-Impuls? Genau hier muss die Lupe angesetzt werden und hinein gezoomt werden. Im NLP gib es die Methode zur Beschreibung von Muster und Muster-Schleifen. Was sind meine Trigger Punkte und warum genau funktioniert er? Das muss man sich glasklar machen. Wenn dies getan ist, kann ein neues Muster erschaffen werden. Ich frage mich, wie ich auf die Trigger reagieren möchte? Gelassen, ruhig oder gar entspannt? Die Reaktion muss am besten niedergeschrieben werden und zwar im Detail. Dann muss diese Reaktion auf den Trigger visualisiert werden.

Nutze die Visualisierung

Jetzt musst du das neue Muster einschleifen. Es ist es extrem wichtig, wenn du mehrfach am Tag dir deine worst case Stresssituation vorstellst. Dann reagierst du so souverän wie du es dir ausgemalt hast (Visualisierung). Die Reaktion auf den Trigger muss so gefestigt sein, dass sie automatisch abläuft. Um so detaillierter und ausschweifender die Stresssituation visualisiert wird, desto besser. Mach dies bei einer alltäglichen Tätigkeit. Gewöhne dir an bei jedem Gang zur Kaffeemaschine dir die Situation zu visualisieren und entsprechend souverän zu reagieren ;-).

Übung macht den Meister!

Nach einigen Wochen sollte die gewünschte Stressreaktion automatisch ablaufen. Gleichzeitig empfehle ich die genannten Werkzeuge und Tipps auch mit umzusetzen.

Wenn Ihr noch weitere Tipps oder Details benötigt, lasst es mich wissen.

In diesem Sinne wünsche ich Euch Projekte, die Ihr mit Leidenschaft zum Erfolg führt.

Wie werden Stakeholder effektiv gemanagt?

Wir alle müssen Tag ein Tag aus verschieden Interessengruppen managen, die unsere Projekte beeinflussen. Es ist nicht selten eines der wichtigsten Aufgaben, die den Erfolg des Projektes beeinflusst.

Nach dem PMP(R) Standard ist das Stakeholder-Management einer der 10 Wissensgebiete, die für einen PM essentiell sind. Daher möchte ich heute das Thema unter einem etwas anderen Gesichtspunkt, nämlich aus der Perspektive des NLP betrachten.

Wozu Stakeholder?

Was genau verstehen wir unter dem Stakeholder-Management? Als Stakeholder bezeichnet man in der Regel alle Personen und Organisationen, die das Projekt beeinflussen oder dadurch beeinflusst werden können. Dies kann in der Firma, also intern, sowie extern sein. Es empfiehlt sich ein Stakeholder Register zu erstellen, um diese dort zu sammeln. Ebenso sollten diese auch kategorisiert sein. Es kann eine einfache Excel Tabelle sein, oder eine Datenbank. Achte bei der Kategorisierung der Stakeholder im Bezug auf das Projekt, oder Produkt, welches als Ergebnis entsteht, auf diese Gruppen von „Beeinflusser“:

  • Unbewusst – es gibt keine Berührungspunkte mit dem Projekt
  • Beständig – es herrscht Ablehnung und Widerstand zu dem Projekt
  • Neutral – keine Stellung zu dem Projekt
  • Unterstützend – unterstützt das Projekt
  • Führend – leitet zum Projekterfolg

Das Stakeholder Register sollte auch die jeweilige Phase, für die die jeweilige Einstufung des Stakeholders zutrifft, beinhalten. Also wenn Du das Projekt initiiert hast Du andere Stakeholder und Typen also in der Durchführung, oder während des Abschlusses. Es ist oft der Fall, dass sich Stakeholder von unbewusst beeinflusst in unterstützend oder beständig, während der Projektlaufzeit verändern.  Ebenso sollte im Register vermerkt werden, wohin man den jeweiligen Stakeholder, durch aktives Stakeholder-Management bewegen möchte. Das ist also der Plan, wie ich einen Stakeholder zu einem führenden Stakeholder mache.

Weitere Details zum Erstellen eines solchen Stakeholder Register findet Ihr in fast allen Projekt Management Büchern (z.B. PMP(R) PMBOK).

Wie hilft uns hier NLP weiter?

Wir haben in der NLP Werkzeugkiste viele Werkzeuge, die uns hier helfen können. Zwei davon sind meiner Meinung nach besonders passend.

  • Das Format der Aufstellung
  • Rapport

Das Format der Aufstellung ist essentiell, zum Identifizieren von möglichen Stakeholder. Hier werden Schlüsselpersonen (Stakeholder), die das Projekt beeinflussen, durch Gegenstände, oder auf Papier dargestellt. Der Projektleiter stellt das Projekt in das Zentrum. Jetzt geht er jeden Eintrag in seinem Register durch und überlegt für jeden die repräsentierende Position im Projekt. Dadurch sieht er wie die jeweilige Person zu dem Projekt steht. Entweder direkt vor dem Projekt, hinter dem Projekt, oder an den Seiten. Bitte achte auch auf die „Blickrichtung“ des Stakeholders. Blickt er auf das Projekt, oder wendet er sich ab?

Wenn dies mit allen Einträgen im Register gemacht ist, wird man mit Sicherheit Gruppen erkennen, oder einzelne Personen, die abgeschieden stehen. Diese Übung sollte durch einen Coach geführt werden. Nach Abschluss dieser Übung haben wir eine Aufstellung aus der Perspektive des Projektleiters. Es empfiehlt sich diese Aufstellung auch mit Mitgliedern des Projektes durchzuführen, um verschiedene Seiten zu betrachten. Jetzt muss das Aufgestellte Bild mit der räumlichen Anordnung auf die Kategorien übertragen werden. Ein Stakeholder, der „hinter“ dem Projekt steht, kann als Supporter oder Unterstützer betrachtet werden. Ein Stakeholder direkt vor dem Projekt, kann als Widerstand, also als Beständig betrachtet werden. Wenn ein Stakeholder vom Projekt abgewandt steht, kann dieser auch als Unbewusst betrachtet werden. Im Grunde genommen muss hier auf das „Warum“ der Stakeholder auf dieser Position steht geachtet werden. Dies wiederspiegelt die Wahrnehmmung und Kategorisierung wieder.

Die Ergebnisse kann man dann zusammenführen und hat eine Projekt Perspektive auf die Stakeholder. Auch mit den Sponsoren, wenn möglich. Natürlich kann dieses Format auch geschickt in eine Unterhaltung eingebaut werden.

Rapport ist immer ein Schlüssel für guter und Zielgerichtete Kommunikation

Um das Bild der Stakeholder für das Projekt komplett zu machen, ist Rapport wichtig. Hier geht es im speziellen darum mit dem Team, den Senior Management, PM Kollegen und auch Interessensgruppen ins Gespräch zu gehen und dort eine Respektvolle und offene Kommunikation zu ermöglichen. In diesen Gesprächen werden sich weitere Stakeholder abzeichnen. Hier empfiehlt es sich Fragebögen an Kollegen oder Kunden vorab zu senden, um eine grobe Richtung zu erhalten. Es darf nicht vergessen werden, dass auch im Team Stakeholder zu finden sind.

Viel Erfolg mit den testen. Wenn ihr Fragen habt schreibt mir eine kurze Mail.

In diesem Sinne wünsche ich Euch Projekte, die Ihr mit Leidenschaft zum Erfolg führt.

Circle of Excellence – der Engeriedrink im Büro

Du kennt es bestimmt, wenn der Projektalltag einem mit voller Wucht trifft und Du merkst, wie deine Energie schwindet.

Was Du jetzt dringend benötigst ist eine Kraftquelle für einen refresh Deiner Energie. Eine Art Energy Drink oder doppelten Espresso. Im NLP gibt es hierzu ein sehr hilfreiches Format, welches Dir helfen kann. Es heißt „Circle of Excellence“ und beschreibt einen Kraftpunkt im Raum. Diesen Kraftpunkt, musst Du dir leider selbst erzeugen und definieren.

Der „Circle of Excellence“ liefert uns die Energie, die wir benötigen

Dazu stapelst Du verschieden, bereits vorhandene Anker und lässt sie zu einem Circle of Excellence verschmelzen. Kurz beschrieben solltest Du diese Prozedur hierzu beachten.

Anwendung des Circle of Excellence

  1. Visualisiere einen schönen Kreis, der Dein Circle of Excellence sein wird. Du wählst hierzu einen „Raum-Anker“, also einen Kreis auf dem Boden.
  2. Finde alle Ressourcen, die du benötigst um deine kraftraubende Aufgaben leichter erfüllen zu können. Fühl dich in diese Ressourcen und stelle dir Situationen vor, in denen Du diese Ressourcen zu Verfügung hast. Wenn Du keine Situationen parat hast, nutze die Kraft des Future Pace und stelle dir eine solche Ressourcenreiche Situation vor. Dabei solltest Du im VAKOG bleiben. Wenn es mehrere Ressourcen sind, die Du benötigst, konzentriere dich und spüre auch die Submodalitäten. Vergrößere und verstärke die Submodalitäten, gib ihnen mehr Raum. Je mehr Details in Form von Submodalitäten Du parat hast, desto kraftvoller wird der Anker. Lass Dir wirklich Zeit hier.
  3. Trete nun in den Kreis, während Du voll in Deinen erlebten oder konstruierten  ressourcenstarken Zustand bist. Jetzt benötigst Du ein wenig Übung, oder einen Coach, der Dich unterstützt, um das Verschmelzen der Ressourcen mit dem auf dem Boden gedachten Kreis durchzuführen. Spreche Dein Ankerwort, dass Dir im Moment durch Deinen Kopf geht, oder mach eine Anker-Typische Bewegung. Dies soll den Raum-Anker unterstützen. Verharre einige Sekunden mit all den Ressourcen in dem „Circle of Excellence“. Genieße es!
  4. Zum Abschluss noch ein Test mit der Skala. Wenn Du zu wenig Energie im Circle of Excellence hast, überprüfe bitte, ob Du wirklich alle Ressourcen mit dem Kreis verschmolzen hast, oder ob noch wichtige Ressourcen fehlen.
  5. Trete aus dem Kreis und denke an ein auditiven oder kinästhetischen Anker für das Erlebte. Beschreibe Deine aktuellen Submodalitäten und spare nicht mit Details (Größe, Farbe, Gefühl, Töne, etc.).
  6. Nun trete bewusst in den Kreis und höre innerlich das Anker-Wort und ggf. die Berührung. Spüre die Energie aus dem Kreis.

Conclusion

Es ist wirklich nicht einfach und es gehört ein wenig Übung dazu, einen „Circle of Excellence“ zu „erzeugen“. Doch wenn er da ist, wirkt er besser als ein Engery Drink – versprochen. Falls Du im Umgang mit NLP Formaten, wie diesem hier, Probleme haben solltest, kann ich Dir gerne helfen. Für NLP Neulinge ist es ohne Unterstützung sehr anspruchsvoll, diesen Zustand zu erzeugen und zu ankern.

In diesem Sinne, immer erfolgreiche Projekte.

Erfolgsabhängige Wahrnehmungsfilter

Du hast Wahrnehmungsfilter bestimmt schon einmal bei dir selbst bemerkt. Wenn du dich für ein bestimmtes Thema interessierst, dein Wissen darin aufbaust, wirst du überall Anhaltspunkte hierzu finden. Wie zum Beispiel beim Autokauf. Auf einmal siehst du überall dein zukünftiges Auto fahren. Willkommen Wahrnehmungsfilter. Wie bei unserer Bildverarbeitung- oder Tabellenkalkulation-Software haben wir ebenfalls Filter in unserem Gehirn. Das ist auch hilfreich, um unser Gehirn zu unterstützen und unvorhersehbares reduziert. Getreu dem Motto, Abwechslung benötigt mehr Energie.

Wahrnehmung eine Frage der Perspektive?

Deine individuelle Wahrnehmung der Umwelt ist bei dir anders als bei anderen Menschen. Du wirst sicher Ähnlichkeiten bei engen Freunden und Familie feststellen. Jedoch die Umwelt nimmt jeder Mensch leicht differenziert wahr. Daher spricht man im NLP von einer Landkarte der Umwelt. Es heißt auch, „die Karte ist nicht das Gebiet“. Das sagt aus, dass du deine Umwelt, definiert mit deinen Sinnen in deine persönliche Landkarte übernimmst. Dies ist aber nicht zwingend die Realität, also das Gebiet. 

Die Landkarte ist nicht das Gebiet!

Genau das ist kann dein Hebel sein, wenn du mit Mitmenschen zusammenarbeiten möchtest. Jeder Mensch hat eine andere Landkarte und somit eine differenzierte Wahrnehmung. Aus diesen Grund kann es für dich es sehr hilfreich sein, das im Projektalltag im Hinterkopf zu behalten. Gerade bei dem Umgang deinem Team. Ebenso solltest du beachten, dass bei Diskussionen und Teamarbeiten unterschiedlichste Landkarten der Personen aufeinander prallen. Die unterschiedliche Wahrnehmung der Mitmenschen erklären wir im NLP durch Filter. Ähnlich wie die bei der Fotografie eingesetzten Filter, lassen sie nur bestimme Informationen oder Wahrnehmungen zum Bewusstsein durch. Andere Wahrnehmungen werden modifiziert oder sogar weglassen. So können Informationen stark modifiziert oder unvollständig beim Zuhörer ankommen. Du selbst kontrollierst unbewußt und auch bewußt deine Filter. Bei einer Selbstreflexion kannst du deine eigenen Filter hinterfragen.

Informationen werden durch die eigenen Filter „verfälscht“

Gängige Filter im Projektalltag

In deinem Alltag wirst du bestimmt den einen oder anderen Filter bewußt oder auch unbewußt anwenden. Im NLP definieren wir ein Set von über 60 Filter. Die häufigsten im Büro sind nach meiner Meinung die folgenden. Frage dich selbst, ob und wie du diesen Filter auch anwendest.

  • Proaktiv / Reaktiv – Initiiere ich die Aktionen von selbst? 
  • Zum Ziel hin / Vom Ziel fort – Wie ist meine Ziel Orientierung ? Habe ich das positive Ziel vor Augen, oder nur Angst von der negativen Konsequenz? 
  • Interne Bestätigung / Externe Bestätigung – Benötige ich Bestätigung durch Mitmenschen?
  • Gleiches / Ungleiches– Sehe ich zuerst die Gemeinsamkeiten, oder fallen mir Unterschiede zu erst auf?
  • Generell / Spezifisch– Begriffe ich dinge generell im abstrakten oder sind mir Details sehr wichtig? 
  • Optionen / Spezifisch– Entwickle ich gerne Auswahlmöglichkeiten, oder nur die Lösung?
  • Assoziiert / Dissoziiert– Bin ich bei mir, also nehme ich mich komplett wahr, oder sehe ich mich von außen teilnehmen?
  • In Time / Through Time– Ist meine Zeitwahrnehmung im Moment, oder habe ich ein Gefühl für Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft? 
  • Introvertiert / Extrovertiert– Lade ich meine Energie eher alleine, oder erhole ich mich mit Freunden am besten? 
  • Big-Picture / Details– Sehe ich das Große Bild, oder chunk ich bis ins Detail? 
  • Unabhängig / Abhängig– Arbeite ich lieber mit einem grob definierten Ziel alleine, oder lieber im Team?
  • Personen / Dinge– Bin ich Personen und deren Gefühle orientiert, oder sind mir Prozesse, Aufgaben, Ideen wichtiger?

Conclusio

Das ist nur eine kleine Auswahl der Wahrnehmungsfilter, die du als Projektmanager oder Führungskraft im Alltag begegnen wirst. Denke daran flexibel zu belieben und behalte dir die Möglichkeit vor von einem in den anderen Wahrnehmungsfilter bewußt zu wechseln. Ich finde es ist schon alleine spannend zu wissen, welche Filter ich selbst zu welchen Gelegenheiten anwende. Denke dran, dass deine Mitmenschen eine andere Landkarte haben und das Gebiet nicht wie du wahrnehmen. Genau so ist es mit deinem Projekt-Team. Um einen guten Rapport und eine hindernisfreie Kommunikation sicherzustellen, solltest du dich auf die Filter deines Gegenübers einstellen und bei der Auswahl flexibel sein.

Bleibe in der Kommunikation flexibel

Denn ganz nach der NLP Grundannahme, das flexibelste Element kontrolliert das System.

Durchschlagende Präsentationen

Ich habe mich das oft nach einer Präsentation in der Reflexion gefragt was ich besser machen könnte. Meine Erkenntnisse daraus habe ich für dich kurz in diesem Artikel zusammen gefasst.

Mein Mindset beim präsentieren?

Als Führungskraft oder Projektleiter empfehle ich dir den Zugriff auf den Werkzeuge der wirklicherfolgreichen Verkäufer. Warum Verkäufer fragst du dich – Du verkaufst mit jeder Präsentation. Sei es dein Produkt oder dich als Person. Gute Verkäufer nutzen seit Jahren die Methoden des Neuro-Linguistisches Programmieren(NLP). Betrachten wir das Thema Präsentationen mit der Brille des NLPs. Du als Person solltest bei deiner Präsentation 100% von Energie spüren und Begeisterung für dein Produkt, deine Geschichte, oder dich selbst zeigen. Ich kann aus eigener Erfahrung sagen, es ist wirklich nicht immer der Fall. Dann kann es daran liegen, dass du gerade nicht die beste Version von dir selbst bist. Dir fehlen deine vorhandenen Fähigkeiten, die du schon öfter in deinem Leben erfolgreich gezeigt hast (z.B. Leidenschaft für etwas, Präsenz, Überzeugungskraft und Selbstsicherheit). Im Fall der Präsentation spreche von den eigenen Fähigkeiten (Ressourcen), überzeugend und von seine Arbeit überzeugt zu sein. Absolut im Moment bei der Präsentation zu sein und auf deine Eigenen Fähigkeiten vertrauen zu können.

Dein Mindset während der Präsentation

Du solltest vor deiner Präsentation auf jeden Fall überprüfen wie es um dein Mindset steht. Wenn das nicht gerade optimal ist, musst du das als aller erstes ändern. Achte auf deine Körpersignale schon wenn du an den Vortrag denkst. Verdrängst du den Vortrag, oder bekommst du ein komisches Ziehen in der Magengegend wenn du an den Vortrag denkst? Dann solltet du handeln. Auch wenn du kurz vor dem Vortrag bist und du gerade ein schwieriges Gespräch gehabt hast, oder getrieben von Terminen bist. Hierzu bietet der NLP Werkzeugkasten ein tolles Format, den Circle of Excellence. Es handelt sich hierbei um das Aktivieren von schon einmal durchlebte Ressourcenstarke Momente. Das heißt, du bringst dich vor der Präsentation in einen Zustand voller Energie oder Präsenz und Aufmerksamkeit. So kannst du mit ein wenig Übung einen Energie Boost erleben. Grundsätzlich musst du dir das folgende Zitat für deine Präsentationen merken.

Nur wer selbst brennt, kann Feuer in anderen entfachen.

Augustinus Aurelius

Das Ziel ist es Feuer und Flamme für dein Thema der Präsentation zu sein. Du musst zeigen, dass du hinter deiner Präsentation stehst. Ebenso muss deine Aufmerksamkeit auf dein Publikum und gleichzeitig auf dich selbst gerichtet sein. Warum? Ganz einfach, das Publikum ist dein Indikator, wie gut du das Thema in der Präsentation vorstellst und du selbst weißt, ob du noch hinter dem Thema stehst und es leidenschaftlich vorträgst.

Daher möchte ich dir nochmals raten, achte auf deine Köpersignale beim vorbereiten und üben der Präsentation. Fühlt es sich stimmig an, fühlen sich alle Argumente stimmig an und würdest du das Produkt kaufen?

A & O deiner Präsentation

Du kennst nun deine Zielgruppe und du bist dir sicher, dass du dein Mindset und dein Energie-Level für die Präsentation im Griff hast?Ich hoffe du hast ein paar Anhaltspunkte, die dir helfen das richtige Mindset für den die Präsentation zu erlangen. Auf was du umbedingt im Aufbau deiner Folien und deinem Vortrag noch achten solltest, wenn du eine fantastische Präsentation halten willst zeige ich dir jetzt.

Präsentation – Struktur entscheidend

Nicht nur auf der persönlichen Ebene kann es suboptimal laufen und du benötigt deine ganzen Ressourcen um hier entgegen zu wirken. Auch die Handwerkliche Umsetzung des Vortrags bzw. Präsentation muss stimmen. Hier bietet uns das NLP durchaus Unterstützung. Wenn die Zielgruppe nicht bekannt ist, bietet es sich an, währende der Präsentation einfach alle Räpresentationstypen anzusprechen.

Die Repräsentationssysteme

Das heißt im gesprochenen und geschrieben sollten die Signalwörter der einzelnen Typen (Sehen (Visuell), Hören (Auditiv), Spüren (Kinästhetisch), Riechen (Olfaktorisch) und Schmecken (Gustatorisch)) genutzt werden. Im Internet findest du diverse Beispiele für die jeweiligen Typen. Jeder Mensch präferiert einen Typen und möchte sich durch Angebot der Information in seinem Repräsentationssystem angesprochen fühlen. Natürlich ist eine Präsentation in erster Line eine visuelle Darbietung, um so wichtiger ist die Rolle des Präsenters. Wenn die Zielgruppe bekannt ist und die bevorzugten Kanäle bekannt sind, lohnt es sich die Präsentation dementsprechend zu gestalten.

Deine Zielgruppe

Auch die Zielgruppe für die die Präsentation erstellt wird, ist entscheidend. Wenn es Ingenieure sind, erwarten diese eher vielen Daten, Zahlen, Fakten (ZDF) und Pläne. Das höhere Management fliegt in einer hohen Arbeitsflughöhe und fühlt sich mit großen Worten und ausgeschmückten Wort-Visionen während deiner Präsentation angesprochen. Beste Ergebnisse habe ich mit dem geschickten Wechsel der Perspektiven (Details & Überblick), sowie eine Mischung aus Fakten und Zahlen und Konzepten in der Präsentation erzielt.

Du musst im Vortrag und auf den Folien Signalwörter für die jeweiligen Gruppen anbieten. Sehe es wie ein Mittags-Büffet und biete eine große Variation an und beobachte was gerne angenommen wird.

Dein Vortrag

Natürlich musst du deinen Vortrag frei sprechen. Nimm Abstand von vor formulierten Sätzen und das auswendig lernen ganzer Passagen. Es wird dir im Stress und unter Druck nicht helfen. Wenn du aus dem Konzept gebracht wirst, verlierst du den roten Faden. Wenn es dir hilft, notiere dir Stichpunkte auf Karteikarten als roter Faden. Über den Vortrag im stillen und vor Freunden, Partnern und vor einem Spiegel. Wenn du dich wirklich verbessern willst, filme dich mit deinem Handy. Achte dabei auf die Wörtliche Struktur des Vortrages und deine Körpersprache (siehe dir dazu folgende Tips an: Körpersprache & Rhetorik). Stell dich an das Board. Wechsele ab und zu deinen Standpunkt. Schaue offen ins Publikum und trau dich die Zuhörer anzusehen. Verstecke dich nicht hinter einem Pult oder Laptop. Spreche ein wenig mit deinen Händen. Dir wird es wie eine Ewigkeit vorkommen, zwinge dich nicht zu schnell zu sprechen. Gib den Zuhörern Zeit, die Informationen (Folien, deine Stimme, deine Person) wahrzunehmen.

Dauer des Vortrages

Auf ganz einfache Dinge wie Länge der Präsentation. Dein Publikum wird dir maximal 40min Zuhören und auch nur, wenn du ein guter Redner bist. Daher halte dich kurz (nicht schnell (-: ) und male nicht große Worte.

Bilder

Überfrachte deine Folien nicht und nutze sie nur als „roter-Faden“. Reduziere die Folien auf ein Minimum und erzähle frei, dem „roten-Faden“ folgend. Das hilft dem Publikum dir während der Präsentation die ganze Zeit aufmerksam zu folgen. Arbeite mit Aussagekräftigen Bildern und erzähle um die Bilder herum. Du wirst auf eine Herausforderung treffen, wenn du einen Quartalsbericht mit Bildern präsentieren willst. Doch überlege, ob als Einstieg nicht ein Foto eines Gipfelstürmers gezeigt werden kann – für ein gutes Quartal?

Minimalismus

Überfrachte deine Folien nicht. Reduziere sie wirklich auf ein Minimum. Verzichte, wenn du es kannst auf Diagramme oder Grafiken, die die Konzentration deiner Zuhörer binden. Dies lenkt sie ab. Daher solltest Du auch auf wenig Text auf deinen Folien achten. Versuche möglichst vieles auf den verbalen Kanal zu vermitteln. Überlege dir evtl. ein Handout am Endedes Vortrages zu verteilen. Warum am Ende? Dir wird keiner mehr zuhören und in die Unterlagen blicken.

Fokus

Wenn du eine Produktpräsentation gibst stell dich als Persönlichkeit in den Hintergrund. Gib dem Produkt den Fokus. Beschreibe nicht die Eigenschaften des Produktes, sondern was es für den Nutzer bringt. Ein wahnsinnig gutes Beispiel ist die Key Note von Steve Jobs zum iPhone 1. Hier beschreibt er eindrucksvoll was das Produkt dem User bringt, ohne sich selbst in den Vordergrund zu stellen. Er bringt den Fokus genial auf das Produkt.

Wörter

Achte ebenfalls auf Deine Wörter die du während der Präsentation sprichst oder schreibst. Verwende sie gezielt und wähle sie zuvor aus und schreib sie zusammen. Hier solltest du dir eine Vokabelliste erstellen von Wörtern, die du umbedingt anbringen möchtest. Du kannst dann auch noch sogenannte Magic Words einstreuen – Gezielt Worte einsetzen, um dein Publikum zu fesseln.

Conclusion

Es ist wichtig, dass sich alle Beteiligten angesprochen fühlen und auch mit ihrem primären Repräsentationssystem abgeholt werden. Das erkennst du mit ein wenig Übung durch das Beobachten der Zuhörer während des Vortrags. Oder du kennst die Teilnehmer und deren Vorlieben aus vergangenen Präsentationen und Sitzungen. Daher ist die Aufmerksamkeit auf das Publikum aber auch auf sich selbst wichtig. Auch ist das eigene Mindset unschlagbar wichtig. Du musst hinter deinen Vortrag stehen. Du muss für dein Thema brennen und versuchen den Funken auf das Publikum zu übertragen. Ebenso gilt es bei den Folien, keep it simple. Berücksichtige, dass weniger mehr ist und das die Wirkung von Bildern außergewöhnlich sind. Experimentiere ein wenig und verändere immer mal wieder ein paar Details und achte auf die Reaktionen. Auch unorthodoxe Methoden sind denkbar. Warum nicht einmal nur mit einem Flipchart oder einer Tafel ganz ohne Power Point präsentieren?

Hast du weitere Tipps oder Anregungen? Teile sie mit mir, oder wenn du Feedback für deine Präsentation möchtest, vereinbare ein Videochat mit mir per mail.

Erfolgsversprechende Routinen

Du kennst bestimmt den weit verbreiteten Begriff der Routinen. Du hast bestimmt selbst viele bewußte und unbewusste Routinen in unserem Alltag implementiert. Zwei Beispiele sind hier das Zähneputzen, oder der morgendliche Kaffee/Tee. Routinen helfen dir im „Autopilot“ zu funktionieren und so Energie zu sparen. Routinen sind quasi der „ECO Mode“. So kannst du die Energie anderweitig einsetzen. Routinen im Projektalltag geben dir eine Struktur, die dir hilft auf dem definierten Weg zu bleiben. Hast du dich jedoch einmal gefragt, welche Routinen für einen erfolgreichen Berufsalltag entscheiden sein können?

Routinen sind dein ECO Mode und bieten dir Struktur!

Ideenverwirklicher

Routinen?

Gehen wir einen Schritt zurück, was sind Routinen? Auch im Themenbereich NLP findest du die Arbeit mit Routinen. Dorst sind diese sind kleine Handlungsprogramme, die meist unbewusst ablaufen. Wir denken nicht bewußt nach, sondern handeln im „Autopilot“. Sie sind sehr nützlich und auch hinderlich zugleich. Nützlich aus dem Grund, weil sie meist blitzschnell ablaufen und ohne großes Nachdenken aktiviert werden. Emotionen, oder eine eindeutiges externes Ereignis aktiviert sie. Im NLP sind es häufig Handlungsroutinen, die eine bestimmte Reaktion durchführen lässt. Ein gutes Beispiel ist, das immer gleiche Verhalten bei Kritik oder Feedback. Oder das Schauern, wenn die Nummer des anstrengenden Kunden am Display des Telefons erscheint. Die Gute Nachricht, diese Handlungsroutinen lassen sich mit bewusster Übung und alternativen Angeboten an erlernten Routinen umgehen.

Routinen & Management?

Doch verlassen wir die Tiefen der Neurolinguistik (NLP) und wenden uns zu dem, was du im Projektalltag gewinnbringend einbauen kannst. Es geht um Routinen, die du ganz bewusst eingebaust. Viele Kollegen aus dem höheren Management nutzen diese eine Routine schon lange. Fast jeder erfolgreiche Manager unserer Zeit beachtet diese Routine. Das Morgen-Ritual („Miracle Morning“). Es geht darum früh morgens, wenn dein Umfeld noch ruhig ist ein neues Ritual zu imitieren. Du kannst dann mit Wiederholung eine Routine daraus machen. Ziel sollte es sein, die wichtigen Tätigkeiten des Tages und natürlich auch die unerledigten der Vortage zu sammeln, zu priorisieren und wenn möglich gleich zu delegieren. Ebenso neue Ideen oder Geistesblitze, die am Abend oder morgens unter der Dusche kamen zu konkretisieren. Schaff dir einen Ablauf für die führen Morgenstunden, die dich weiter bringen. Nutze die Energie des morgens.

Das ist ein zentraler Punkt als Führungskraft oder Projektleiter, seine Aufgaben im Blick zu behalten. Dieser Punkt entscheidet nur zu oft über Erfolg und Niederlage. Im Privaten, wie auch im beruflichen. Was bringt dich oder dein Unternehmen weiter und was verschwendet nur deine Zeit?

Mit konsequenter Übung kann dieses Ritual bereits nach 4-6 Wochen so gefestigt sein, dass du morgens im Autopilot läufst. Du planst deinen Tag, priorisiert, delegiert, schwierige Aufgaben angehst und strukturiert weiter arbeitest. Wenn du mehr zum Thema priorisieren lesen möchtet, lese bitte hier weiter. Mir hat diese Routine geholfen meine Arbeitszeit effektiv zu nutzen.

Meine Routine

Mein Ritual sieht so aus, dass ich zu allererst morgens mein Fenster öffne und mir einen Kaffee zubereite. Jetzt erst gehe ich zurück am Schreibtisch (mein Monitor ist noch am schlummern), hole ich meine To-Do Liste von gestern hervor und picke mir die unerledigten Dinge heraus. Es ist wichtig, die offenen, händisch auf einen neue, heutige Seite zu übertragen. Dieser Vorgang lässt mich jedes To-Do bewerten. Denke an die 80:20 Regel – was bringt mich weiter? Du fragst dich bestimmt, warum ich nicht sofort meine E-Mails prüfe? Ich habe für mich herausgefunden, dass es nicht zielführend ist, sofort die neuen E-Mails zu bearbeiten, da ich so in die Abarbeitung abgleite. Ebenso versuche ich das Motto, „alles nur einmal angreifen“ zu leben. Daher arbeitete ich meine E-Mails (es sind schon einmal 30+ über Nacht) geblockt am Vormittag ab.

Zentraler Punkt sind To-Do’s

Die To-Dos kommen auf eine neue Seite in meinem Schreibblock (ich bevorzuge Notizbücher anstelle To-Do Apps am PC). Alte Aufgaben kommen ganz oben hin. Wenn eine Aufgabe über Tage in der Liste unbearbeitet ist, stellt sich die Frage, ob es überhaupt notwendig ist diese Aufgabe zu erledigen. Darunter neue Aufgaben, von denen ich weiß, sie kommen heute auf mich zu. Jetzt erwacht mein PC. Ich habe ein To-Do Backlog, elektronisch in dem ich Aufgaben die anfallen generell sammle, wenn ich sie nicht heute abarbeiten kann.

Jetzt ist meine Liste komplett. Ich gehe sie durch und versuche To-Do’s sofort zu delegieren. Dazu nutze ich eine vorgefertigte Standard E-Mail mit Standardisierten Betreff ( [ACTION] Tonic – END Date). Ich bevorzuge die Delegation via E-Mail, da ich so auch die To-Do auch tracken kann.

Nachdem diese Liste bereit für den Tag ist, prüfe ich meinen Kalender. Was steht heute an, bin ich für meine Termine entsprechend vorbereitet? Wenn hier nichts mehr zu tun ist, kann ich mich an meine E-Mails machen. Hier starte ich nach den FiFo Prinzip und versuche alles was <2min zu beantworten ist zu bearbeiten. Länge Bearbeitungszeiten bearbeitet ich in meinem E-Mail

Ablauf meiner Routine

Zusammengefassen lässt sich meine Routine in einfache Schritte.

  1. Ankommen im Büro
  2. Gutes Klima schaffen – lüften, alles zurecht räumen
  3. Kaffee / Tee / Getränke richten
  4. To-Do Liste von gestern hervorholen
  5. Offene To-Do’s auf eine neue Seite übertragen
  6. PC / Bildschirm anschalten und heute wichtige To-Do aus dem Backlog austragen
  7. Delegation von To-Do’s
  8. Termin/Besprechungen überblicken
  9. Start mit der E-Mail – Arbeit 

Conclusion

Routinen, die sich bei dir gefestigt haben und im Autopilot abgespielt werden, können so auch Gewohnheiten werden. Diese sind entscheiden für deinen Erfolg im Beruf oder auch Privat. Du verwendest wenig Energie mit immer wieder kehrenden Entscheidungen – du machst es einfach. Wenn du hier weiter lesen willst habe ich eine tolle Buchempfehlung von 52ways. Wenn du eine praktische Anleitung zum Thema etablieren einer Gewohnheit benötigst, schaut mal bei Selbstmanagement.rocks vorbei. Hier gibt es einen tollen Kurs, wie man in einigen Wochen eine neue Gewohnheit installiert.

Lass es mich wissen und schreib mir deine Gedanken in die Kommentare.

In diesem Sinne wünsche ich dir Projekte, die du mit Leidenschaft zum Erfolg führst.

P.S.: Es ist sehr hilfreich, wenn man morgens zuerst die unbequemste oder lästigste Aufgabe auf der To-Do Liste macht (Eat the Frog).

P.P.S.: Eine spannende Studie zum Thema findest du auf der Harvard Business Review Seite.