Wie uns schneller lesen im Projektalltag helfen kann

Wer kenn es nicht, die volle E-Mail Inbox am Morgen, wenn Du in einem globalen Team arbeitest, oder du aus dem Urlaub zurück bist. Oder auch die Stapel an Berichten, Präsentationen und Artikeln, die Du lesen möchtest (oder musst).

Für uns Projektmanger ist die Zeit die wichtigste und wertvollste Ressource. Daher sollen wir am laufenden Band priorisieren. Dies gilt speziell für den eigenen Fokus. Aus diesem Grund muss aus der Flut an Informationen das wichtigste aufgenommen und vom unwichtigen getrennt werden.

Wie kann so etwas gelingen? Eine Möglichkeit wäre es, in kurzer Zeit einen Überblick, oder gar den gesamten Inhalt eines Texts, Mails, Präsentation oder Artikel aufzunehmen. Wie ist es möglich, dass einige Mitmenschen Texte viel schneller aufnehmen und verstehen als andere? Oder lesen sie die Texte heimlich schon vorab?

Eine Möglichkeit wäre, den Arbeitstag entsprechen zu verlängern und die Texte früh morgens, oder spät abends zu lesen und dadurch Bescheid zu wissen. Oder als begnadeten Leseratten, die Lesefertigkeiten in der Freizeit schulen?

Da ich selbst nicht länger in der Arbeit bleiben möchte und meine Freizeit nicht ausschließlich dem Lesen widmen möchte, bleibt nur noch eine Möglichkeit übrig. Mit System „schnell zu lesen“.

Am Markt tümmeln sich diverse Ratgeber und Apps zum Thema „schnell lesen“. Bald merkt man, dass der Lesegeschwindigkeit der Mittmenschen bei ca. 250 Wörter pro Minute liegt und hier enormes Potential schlummert.

Ich habe mir daher das Buch von Wolfgang Schmitz – Schneller lesen – besser verstehen zugelegt.

Parallel habe ich noch mithilfe der App Schneller Lesen – mehr behalten geübt.

Ich kann beide Hilfsmittel empfehlen. Das Buch hilft, das Prinzip und die Techniken zu erlernen und die App dient der Übung und Kontrolle.

Meine Kernpunkte aus dem Buch sind folgende, um an einen Text zu gehen:

  1. Analysiere die Struktur – bei Büchern das Inhaltsverzeichnis, bei Mails die Formatierung. Dabei erhältst du einen Rahmen.
  2. Entwickle eine MindMap auf Basis der Struktur, wenn es um lange Texte handelt und es um viel Informationen geht.
  3. Überfliege (2-5sec) jede Seite vor dem eigentlichen Lesen und achte auf Ankerwörter.
  4. Berücksichtige das jeweilige Thema anhand der Überschrift für den kommenden Text.
  5. Lese immer in Gruppen und springe, getaktet 2-3 mal pro Zeile, mit deinem Blick. Laufe nicht über jeden Buchstaben und setze auf keinen Fall das Wort laut im Kopf zusammen, wie Du es in der Schule gelernt hast.
  6. Bei Artikel sind meist nur Fazit oder Einleitung spannend, diese solltest du aufmerksamer lesen. Den Mittelteil kannst du ggf. scannen (Nur auf Haupt- oder Signalwörter achten, abhängig von dem Thema des Textes) oder skimmen (noch schneller überfliegen und nur kurze Blickpausen machen). Es geht darum, dass unser Gehirn schneller verarbeiten kann, als wir denken.
  7. Das Mindset „alles ist wichtig“ überdenken.
  8. Fokussiert lesen, keine Ablenkungen wie TV oder Gespräche nebenher.
  9. Es ist und bleibt auch eine Übung. Ich habe mir dies mehrere Wochen in meine Morgen-Routine eingebaut.

Ich selbst beherzige die Punkte und habe lange Zeit geübt und komme auf durchschnittlich 483 Wörter pro Minute mit einem hohen Leseverständnis, was ganz ordentlich ist. Bei langen Texten, mit einer eher niedrigeren Informationsdichte schaffe ich bis zu 800 Wörter pro Minute.

Es gilt auch beim schnell lesen, man muss flexibel das richtige Werkzeug wählen. Eine Hilfe ist es allemal, schon alleine, wenn man zu Zweit eine Seite liest und schneller fertig ist als sein Partner.

In diesem Sinne wünsche ich Euch Projekte, die Ihr mit Leidenschaft zum Erfolg führt.

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